Neubürgerempfang wieder ein Erfolg – Traunsteiner Tagblatt vom 25.Juli 2011

Im Herzen des Chiemgaus willkommen geheißen

 

Stadt Traunstein veranstaltete wieder einen Neubürgerempfang im Rathaus

 

Traunstein.Rund 400 Neubürger, die im vergangenen halben Jahr zugezogen sind, hatten die Stadt Traunstein und die Stadtmarketing GmbH zum Neubürgerempfang in das Rathaus eingeladen. Rund 20 Prozent davon, vom Säuglings- bis zum Rentenalter, waren dieser Einladung gefolgt. Die Jüngsten unter ihnen wurden während der Vorträge vom Traunsteiner Mütterzentrum betreut.

 

Stadtmarketingkoordinator Jürgen Pieperhoff hieß die Neubürger im Großen Ratssaal namens der Stadt herzlich willkommen. Er stellte Traunstein als eine mittelständische Stadt mit über 400 Fachgeschäften, drei familiengeführten Brauereien und einer eigenständigen Zeitung vor. Mit dem Traunsteiner Tagblatt eine eigene Zeitung in der Stadt haben, hob er als eine große Besonderheit hervor.

 

Jeder Neubürger erhielt ein Gutscheinheft, mit dem er sich von der Leistungsfähigkeit des Traunsteiner Einzelhandels überzeugen kann. „Ich hoffe, dass Traunstein für sie nicht nur eine Stadt des Wohnens, sondern auch des Einkaufens wird“, betonte Pieperhoff. Ferner erwähnte er noch, dass die Bäckerei Schneider, das Café Oswald, der Bio-Fair-Laden, die Stadt Traunstein und die Privatbrauerei Wochinger für das leibliche Wohl während des Neubürgerempfangs gesorgt hätten.

 

Der Part von Oberbürgermeister Manfred Kösterke war es wiederum, Traunstein als das „Herz des Chiemgaus“ und „Zentrum der Region“ vorzustellen. Er ging auf die Funktion als Schul-, Einkaufs-, Wirtschafts- und Verwaltungszentrum ein. Ebenso hob er die Bedeutung als Gesundheitszentrum mit dem Klinikum Traunstein und vielen Facharztpraxen hervor. Nicht zu vergessen die Bedeutung der Stadt für die Kunst und Kultur. Natürlich stellte er auch die Zusammensetzung des Stadtrats vor. Anhand von markanten Jahreszahlen ging Kösterke auch auf die wechselvolle Geschichte ein.

 

Eine kurze Einführung in die sprachlichen Eigenarten der Traunsteiner und  Chiemgauer hielt Willi Schwenkmeier, dann nichts wäre fataler, wenn sich Altbürger und Neubürger missverstehen oder gar nicht verstehen. „Vor allem, weil die Altbürger bisweilen eine seltsame Sprache haben“, wie er feststellte. In seinem kurzen Vortrag versuchte er deshalb, den Neubürgern die Besonderheiten und Tücken der bayerischen und die Gepflogenheiten der Traunsteiner Sprache näher zu bringen. Dies war eine gute Vorbereitung auf das Ein-Mann-Stück „Auf gute Nachbarschaft“ von Sebastian Schuhbeck. Der Kabarettist führte als bayerischer „Balkongrandler“ anschaulich vor, wie man tunlichst nicht auf die Einladung eines Neubürgers reagieren sollte, zumal wenn sich am Ende auch noch herausstellt, dass der neue Nachbar auch der neue Chef ist.

 

Im Anschluss an den offiziellen Teil hatten die Neu-Traunsteiner die Gelegenheit, sich mit den Vertretern des Stadtrats zu unterhalten. Wegen des unsicheren Wetters wurde auf den geplanten Kulturspaziergang zwar verzichtet, aber jeder erhielt einen Gutschein für eine spätere individuelle Teilnahme daran. Die Tourist-Information hatte wiederum eine große Auswahl Prospektmaterial ausgelegt, damit sich die Neubürger einen Überblick über das große touristische Angebot des Stadt machen konnten. Außerdem standen die Mitarbeiter auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. © Günter Buthke jun.