Einzelhandel im Gespräch mit der Berufsschule

Neu ist Benimm-Training für Schüler

Regelmäßig treffen sich die Ausbilder im Einzelhandel aus dem Landkreis zum Erfahrungsaustausch mit den Lehrkräften der Kaufmännischen Berufsschule Traunstein. Die Schülerzahlen bei den Verkäufern und Kaufleuten im Einzelhandel sind weitgehend stabil, doch werde langfristig mit einem leichten Rückgang zu rechnen sein, sagte Oberstudiendirektor Helmut Gleixner. Neu an der Schule sind ein Konferenzraum, ein Projekt zum Qualitätsmanagement für berufliche Schulen und die Entwicklung der Traunsteiner Berufsschule zur Referenzschule für Medienbildung. Dabei geht es um den professionellen Einsatz von Medien im Unterricht über das ganze Schuljahr. Insgesamt hat die Schule 1623 Schülerinnen und Schüler, davon allein elf Klassen für den Einzelhandel.

Weil immer mehr Schülerinnen und Schüler Schwächen in ihren Umgangsformen haben, plant die Berufsschule ein Benimm-Training, bei dem gelernt wird, wie man sich in bestimmten Situationen richtig verhält. Diplom-Handelslehrerin Marlies Viermetz berichtete über das Vorhaben, bei dem es nicht nur um höfliches Grüßen, Türaufhalten, die richtige Wortwahl und den Blickkontakt geht. Zusammen mit dem Therapeuten Helmut Giebel sollen die Schüler auch lernen, wie man aktiv zuhört, respektvoll und hilfsbereit miteinander umgeht. Gutes Benehmen ist keine Glückssache, sondern könne – wenn nicht daheim – auch in der Berufsschule gelernt werden. Zum Lernprogramm gehört auch, wie man mit dem schlechten Benehmen anderer Menschen umgehen sollte.

Über die Klassenbildung und –stärken im nächsten Schuljahr berichtete Fachbetreuer Gerhard Rusch. So werden im nächsten Schuljahr voraussichtlich drei Klassen in der 10. Jahrgangsstufe gebildet, ebenso in der 11. und in der 12. Dabei stimmt sich die Berufsschule mit den Wünsche der Ausbilder nach einem bestimmten Schultag ab. Bei den Abschlussprüfungen im Einzelhandel liegen die Traunsteiner Absolventen mit ihren Leistungen stabil im Bundes- und Landesdurchschnitt. Fünf Prüflinge schnitten dabei so gut ab, dass sie mit einem Geldpreis des Staates oder einer Urkunde des Landkreises belohnt wurden.

Jürgen Pieperhoff, Geschäftsführer des Stadtmarketings, lobte den Einsatz der Schüler und Lehrer bei den Traunsteiner Feinkosttagen, an denen Schüler in Betrieben Warenkenntnisse erwarben und Kunden fachmännisch beraten lernten. Für schwächere Schüler bietet die Berufsschule wieder Förderunterricht an. In der lebhaften, harmonischen Aussprache ging es u.a. um Verstöße gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz und Fehltage der Schüler.