Fairer Handel: ein Projekt der Ludwig-Thoma-Grundschule

Am 17.11.2017 gründete sich an der Ludwig-Thoma-Grundschule offiziell das Schulteam „Fairer Handel“, bestehend aus  5 Lehrern, 9 Schülern und 4 Eltern (Tendenz steigend). Ziel ist die Registrierung als „Fair Trade-School“ im nächsten Schuljahr. Dazu sind einige Kriterien zu erfüllen. Die Unterstützung des Rektors, Herrn Clemens Gruber war bereits gesichert, so dass man sich sofort auf die Schaffung eines Logos, die Festlegung der Prioritäten und eigenen Werte und die Umsetzung sowohl im Schulunterricht als auch bei der Verwendung von Produkten aus fairem Handel konzentrieren konnte.

auch der Schulleiter begrüßt und unterstützt die Aktion. Foto: Claudia Lahr

Fair gehandelte Nikoläuse, nicht nur für die Schulkinder, sondern auch für alle „guten Geister“ innerhalb der Schulfamilie, welche der Elternbeirat mitfinanziert hatte, fair gehandelte Bananen in der Schulobstkiste und Kaffee und Zucker im Lehrerzimmer, sowie der Erwerb von fair gehandelten Sportbällen für den Sportunterricht gehörten zu den ersten Aktionen auf dem Weg.

 

 

Bei der Schulversammlung am 06.03.2018 präsentierte das Team den Schülern und Lehrern ein sehr gelungenes Theaterstück zum Thema und informierte die Schulfamilie über das Projekt. Anläßlich dieser Gelegenheit wurden die T-Shirts des Fairtrade-Schulteams mit dem brandneuen Logo getragen und ein Exemplar an Herrn Gruber überreicht, welcher sich sichtlich freute.

Foto: Claudia Lahr

Die nächste Aktion am 20.03.2018 wird der Verkauf von Fastenbrezen einer heimischen Bäckerei sein, welche das Mehl aus der Region bezieht und in einigen Filialen bereits fair gehandelten Kaffee an die Kunden ausschenkt. Die Wahl fiel auf Brezen, weil diese bei uns Tradition haben, das Fasten in unsere Zeit passt und den Schülern der Unterschied zum Hungern (z. B. in der dritten Welt) verdeutlicht werden soll. Die Fastenbrezen werden geteilt, um auch auf diesen Aspekt aufmerksam zu machen. Der Erlös dient der Finanzierung zukünftiger Fairtrade-Projekte an der Schule.

Am Schulfest wird eine Slumhütte aufgestellt, um mit zusätzlichen Plakaten anschaulich auf die „Zustände“ in der dritten Welt hinzuweisen.

Foto: Claudia Lahr

Sehr interessant war, dass auch die jüngeren, in diesem Team engagierten Kinder bereits vorher eine klare Position zu Kinderarbeit, Schulpflicht und Armut hatten und sich vorbildlich dafür einsetzen, auch die kommenden, bereits geplanten Aktionen umzusetzen (Pausenverkäufe, Projektwoche, Ausleihe von Infomaterial beim Eine-Welt-Laden und Besuch desselben, Unterstützung einer Partnerschule in einem Entwicklungsland, Zuschüsse von Schulstarterpaketen aus fairem Handel,…).

 

Foto: Claudia Lahr