Student Michael Zahnbrecher (Universität Augsburg) hält Vortrag zum Thema Seniorenmarketing

Wichtige Neuigkeiten zum Thema Seniorenwerbung erfuhren die Teilnehmer der letzten Sitzung der Traunsteiner Werbegemeinschaft. Als Referenten zu diesem Thema hatte man den Politik- und Soziologiestudenten Michael Zahnbrecher eingeladen. Während seines Praktikums beim Stadtmarketing Traunstein befasste er sich ausführlich mit dem Thema Senioren. Er erklärte zu Beginn seines Vortrages, dass man die Werbung der sich ändernden Altersstruktur anpassen müsse, um die Senioren als Zielgruppe nicht zu verlieren. Dies sei wichtig, weil sie eine immer größere Kaufkraft besäßen. Die Senioren seien jedoch nicht alle gleich zu behandeln, sondern bedürfen je nach körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung eines unterschiedlichen Umgangs.

Wichtig sei allgemein, älteren Menschen mit Respekt und Geduld zu begegnen. Zentral ist es laut Zahnbrecher, die geistige und körperliche Fähigkeit älterer Menschen richtig einzuschätzen und sein Verhalten dementsprechend anzupassen. Es komme auf die richtige „Dosierung“ der Rücksichtnahme an. Zu viel oder übertriebene Rücksichtnahme führe schnell zu Altersdiskriminierung, was unbedingt vermieden werden sollte. Zahnbrecher betonte die Bedeutung eines sensibilisierten Personals, das diesen Ansprüchen gerecht werden kann. Es sei ein Vorteil für Senioren und Unternehmer, wenn es gelinge, seniorenfreundliche Strukturen zu schaffen   

Anschließend ging es darum, wie Werbung aufgebaut sein muss, um auch Senioren anzusprechen. Neben ganz praktischen Dingen wie Schriftgröße, Hervorheben wichtiger Daten und Nummern, erläuterte Zahnbrecher, wie wichtig es ist, authentische Personen mit fortgeschrittenem Alter in der Werbung abzubilden, wenn man Senioren ansprechen will. Nur durch glaubwürdige Werbung und die Abbildung passender Models erreiche man die Zielgruppe der Senioren wirklich. An praktischen Werbebeispielen konnten die Teilnehmer der Sitzung sehen, wie unvorteilhaft manche Unternehmen in dieser Hinsicht agieren.

Auch die Gestaltung von Einkaufsmärkten und Geschäftsräumen im Allgemeinen sei für die Seniorenfreundlichkeit entscheidend. Der Einkauf solle für ältere Menschen keine körperliche Herausforderung darstellen. Das könne unter anderem durch breite Gänge, rutschfesten Boden, aber auch durch Sitzgelegenheiten und Ruhezonen verwirklicht werden.

Abschließend betonte Zahnbrecher nochmals, dass der angemessene persönliche Umgang mit älteren Menschen essentiell für die erfolgreiche Integration dieser zunehmend großen Gruppe sei.

Der Vortrag wurde mit großem Interesse aufgenommen und führte zu einer Diskussion darüber, wie die Werbegemeinschaft der Herausforderung begegnen soll und was konkret gemacht werden kann, um die Senioren als Zielgruppe weiterhin gewinnen zu können. Man plant, die Werbung in Zukunft nach den genannten Kriterien zu gestalten und die Seniorenfreundlichkeit in den einzelnen Geschäften zu verbessern.

Kontaktadresse: MichaelZahnbrecher@gmx.de