neues Erzählcafe`:Vom Leben und Aufwachsen im ehemaligen Salinenbezirk Au

Dienstag 2. Juli 2019, Vereinshaus Traunstein, Traunerstraße 1, Saal, 19 Uhr 30
Vom Leben und Aufwachsen im ehemaligen Salinenbezirk Au
1912 wurde der Sudbetrieb eingestellt, die Salinengebäude gingen im Zuge der Eingemeindung der Salinenhofmark Au 1914 größtenteils an die Stadt Traunstein über. In der Au zu leben war auch viel später noch etwas Besonderes! Es erzählen unter der Moderation von Silvia Nett-Kleyboldt:
Armin Brunner wurde in den Wilhelmi-Maximiliani-Stock hineingeboren und zog mit seiner Familie im 6. Lebensjahr in die Fünferpfanne um. Beim Übersiedeln war so wenig zu transportieren, dass im tiefen Winter zwei Fuhren mit dem Holzschlitten ausreichten. Er erinnert sich u.a. als er als Kind den städtischen Arbeitern beim Aufbau des Markts auf dem Karl-Theodor Platz für ein Zehnerl mitgeholfen hat.
Christina Strohmayer ist unten am Auberg aufgewachsen, drüber halb der Straße blieben die Kinder eher unter sich. Wenn allerdings einmal im Jahr die Bundeswehr ihre Gulaschkanone auf dem Karl-Theodor Platz aufstellte und man für ein paar Pfennige eine Schüssel erwerben konnte war gemeinsames Schmausen angesagt!
Reinhard Macho, geboren 1949 im Albertistock unten am Auberg lebte als eines von 13 Kindern nach seinem 6. Lebensjahr in der Fünferpfanne in einer Doppelwohnung, daneben die Dienststelle der Landpolizei, da gab es was zu erleben!
Fritz Ponert zog als 13-Jähriger mit seiner Familie von den Baracken am Triftweg in die Reifenstuelstraße, wo er seit fast 60 Jahren beheimatet ist. Beim Aufwachsen mit insgesamt 45 Kindern in einem Wohnblock ergaben sich Freuden aber auch Reibereien, besonders wenn man einen Polizisten zum Nachbarn hatte….