Nagelungen von Kriegswahrzeichen

Stadtarchiv informiert im „Historischen Schaufenster“

Das Nageln von Kriegswahrzeichen entwickelte sich im 1. Weltkrieg kurzzeitig zu einem Massenphänomen. Dabei wurden Symbole oder plastische Figuren mit Nägeln beschlagen. Im „Historischen Schaufenster“ im Untergeschoss des Rathauses informiert das Stadtarchiv nun über dieses heute weitgehend vergessene Verfahren.

Mit der Nagelung wird ein Bildnis aus Holz durch das Einschlagen von Nägeln zu einem Denkmal aus Eisen. Allein in Deutschland sind über 1.000 Nagelungen nachgewiesen, die Motive waren enorm vielfältig. Der Erlös kam wohltätigen Zwecken, meist der Kriegsfürsorge, zugute.

Das „Historische Schaufenster“ im Untergeschoss des Rathauses ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr zugänglich.

In Traunstein benagelte man im Jahr 1915 den „Ehernen Wehrschild“. Die Traunsteiner Schildbenagelung brachte damals rund 9.000 Mark ein, wobei der Großteil der Einnahmen an die städtische Kriegerfamilienfürsorge ging. Zusammen mit dem Goldenen Ehrenbuch und Musternägeln wird der „Eherne Wehrschild“ im Stadtmuseum verwahrt.

In Traunstein benagelte man im Jahr 1915 den „Ehernen Wehrschild“. Die Traunsteiner Schildbenagelung brachte damals rund 9.000 Mark ein, wobei der Großteil der Einnahmen an die städtische Kriegerfamilienfürsorge ging. Zusammen mit dem Goldenen Ehrenbuch und Musternägeln wird der „Eherne Wehrschild“ im Stadtmuseum verwahrt.

 

 

Carola Westermeier

Pressereferentin der Stadt Traunstein