„Leben bis zuletzt. Sterben in Würde.“

Vortrag von Alois Glück über das Netzwerk Hospiz am 23. September

 

Was leistet das Netzwerk Hospiz für die Menschen in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land, die in ihrer letzten Lebensphase wegen ihrer Leiden eine spezielle pflegerische und medizinische Hilfe brauchen? Darüber wird Alois Glück in seiner Funktion als erster Vorsitzender des Netzwerkes Hospiz am Mittwoch, 23. September, um 15 Uhr im Großen Saal des Traunsteiner Rathauses referieren.

Seit 1. Mai dieses Jahres gibt es ein neues Angebot des Netzwerkes Hospiz: die „spezialisierte ambulante Palliativversorgung“, kurz SAPV. Damit stehen spezialisierte Palliativmediziner auch für den häuslichen Bereich und die Pflegeheime zur Verfügung. Die bisherigen Leistungen und Hilfemöglichkeiten des Netzwerkes mit dem Einsatz der Brückenschwestern wurden hierdurch nochmals erheblich erweitert. Auch bei schwierigen Krankheitsbildern und notwendigen medizinischen Behandlungen, für die bislang ein Krankenhausaufenthalt zwingend notwendig war, ist nun Hilfe im häuslichen Bereich oder im Pflegeheim möglich, immer in enger Zusammenarbeit mit dem Hausarzt. Im Rahmen des Vortrages von Alois Glück werden dazu ein Palliativmediziner und eine Brückenpflegekraft zu Wort kommen und dies an konkreten Beispielen erläutern.

Das Netzwerk Hospiz mit seinen ehrenamtlichen Hospizdiensten, den niedergelassenen Ärzten und den Palliativstationen in den Krankenhäusern Traunstein und Bad Reichenhall bietet Unterstützung für Sterbende an, wie es sie bisher nur in wenigen Regionen Deutschlands gibt. Diese Aufgabe steht in enger Verbindung mit der aktuellen politischen Debatte über die gesetzlichen Regelungen zur so genannten Sterbehilfe. Die damit verbundenen grundsätzlichen Fragen des Lebensschutzes und der Situation der Alten und Schwachen in der Gesellschaft werden bei der Veranstaltung im Rathaus mit Alois Glück auch zur Sprache kommen.