Hearst ned, wia d’Zeit vergeht? – Erzählcafé der Stadtbücherei

 

Wiederholung am Mittwoch, 1. August

 

Im Rahmen der Serie „Erzählcafé“ begrüßte die Leiterin Anette Hagenau in der Zieglerwirtsstube so viele Gäste, dass nicht alle Platz hatten und deshalb das Thema „Damals und heute“ am nächsten Mittwoch wiederholt wird.

 

Moderator Fritz Stahl verband die einzelnen Beiträge mit Zitaten von Franz Kohlbrenner aus dem 18. Jahrhundert. Sigi Strohammer erzählte aus dem Leben in einem alten Stadtteil. Er wuchs in Heilig Geist auf, einem Gebiet, das schon in früher Zeit von Alten und Siechen bewohnt war.„Wir hier unten – ihr da oben“ war der Titel der Erzählung von Willi Schwenkmeier. Die untere Stadt hatte alles an Läden und Handwerkern für den täglichen Bedarf. Wenn jemand in die obere Stadt ging, zog er sich extra um, weil dort die sozialen Verhältnisse anders waren.

 

Albert Drechsler berichtete über die langen Wege auf dem Land am Beispiel der Schulwege in der früheren Gemeinde Kammer. Ein besonderes Problem waren die Schneefälle. Haslach zum Zeitpunkt der Eingemeindung stand im Mittelpunkt bei Albert Rosenegger. In Axdorf aufgewachsen, kam man damals eigentlich nur nach Haslach. Das erste Mal in Traunstein war er, als er sich am Traunsteiner Stadtplatz eine Kommunionkerze kaufte.

 

„Colonialwaren“ standen bei Max Binder im Vordergrund. Er erzählte über die Vielfalt der Handwerker und Händler, die Lebensmittel anboten. Über die verschlungenen Wege des Musiklehrers Arpad von Laban ging es bei Joachim Bödeker. Er erzählte über den Künstler und seine Zeit in Traunstein. Durch Zufall entdeckte er sein Grab in Traunstein. Da dieser auch sein Musiklehrer in Norddeutschland gewesen war, ging er der Frage nach, warum von Laban auf dem Traunsteiner Waldfriedhof beerdigt ist.