Einblicke: Das Werk des Künstlers Klemens Thomas

Einblicke: Das Werk des Künstlers Klemens Thomas

Neues im „Historischen Schaufenster“ im Untergeschoss des Traunsteiner Rathauses

Nach längerer Zeit hat das Stadtarchiv Traunstein sein „Historisches Schaufenster“ im Untergeschoss des Rathauses einem neuen Thema gewidmet. Gezeigt werden nun grafische Arbeiten des bislang eher unbekannten Münchner Architekten Klemens Thomas.

Klemens Thomas hat in seiner kurzen Lebensspanne (1884 bis 1914) ein umfangreiches und in vielen Fällen auch außergewöhnliches Werk geschaffen, das sich fast ausschließlich in Traunstein-Ansichten – Gebrauchsgrafik, Reklamemarken, Werbeinserate, Exlibris, aber auch Illustrationen für Bücher von Max Fürst und Georg Schierghofer – überliefert hat. Maßgeblich beeinflusst wurde er dabei von Josef Angerer, dem Begründer des Traunsteiner Heimathauses. Für ihn hat Thomas auch eine Sammlung von Volkssagen aus dem „Berchtesgaden-Reichenhallerland und im Chiemgau“ mit schauerlichen Miniaturen illustriert. Diese Büchlein und viele weitere Beispiele hat Stadtarchivar Franz Haselbeck in seiner stadtgeschichtlichen Vitrine zusammengestellt. Die kleine Präsentation kann täglich zu den Öffnungszeiten des Rathauses (Montag bis Donnerstag 8 bis 16 Uhr und Freitag 8 bis 12 Uhr) angesehen werden.

Bildzeile:

Im „Historischen Schaufenster“ ist unter anderem diese kolorierte Tuschezeichnung auf Pergamentpapier von Klemens Thomas zu sehen. Sie ist ein Entwurf für eine Postkarte zum „Chiemgau-Sänger-Bundesfest 1910“.

Carola Westermeier

Pressereferentin der Stadt Traunstein