Bienen bringen die Ludwig-Thoma-Grundschule ins Schwärmen

Bienen beflügeln uns, sie stacheln uns an und bringen uns ins Schwärmen – so lautete das Motto der Bienenprojektwoche an der Ludwig-Thoma-Grundschule in Traunstein und Kammer.

Schon seit Beginn des Schuljahres arbeitete die Bienen-AG auf dieses Ereignis hin. Die Kinder informierten sich über das Leben der Biene und die Produkte, mit der sie uns beschenkt. Verschiedene Bienenbehausungen wurden angeschafft und der Garten mit vielen nektarreichen Blumen und Früchten ausgestattet.

In der Projektwoche selbst fand ein reichhaltiges Programm rund um die Biene und ihre Bedeutung für Mensch und Natur statt, das von engagierten Eltern, Großeltern, Imkern und anderen Experten unterstützt wurde.IMG_0013

An unterschiedlichen Bienenstöcken konnten die Kinder ein Bienenvolk aus nächster Nähe betrachten, Drohnen streicheln und die Königin kennzeichnen. Einige Imker aus Traunstein begeisterten die Schüler für die Imkerei, indem sie anhand von Imkeranzug, Honigschleuder und Entdeckelungsgeschirr ihre Tätigkeit vorführten. Mit Facettenaugen und Farbversuchen ausgerüstet wurde im Schulgarten das Sehvermögen einer Biene ausprobiert. Auch der Stadtpark wurde mit einbezogen, wo die Kinder spielerisch einiges über die Bienensprache und den Schwänzeltanz erfahren konnten. Duft- und Nektarsammelspiele informierten mit viel Spaß über die Sinne und Leistung des Bienenkörpers, sowie die Aufgaben, die jede einzelne Biene im perfekt organisierten Bienenstaat damit übernimmt. Natürlich kam auch der Genuss und das Verkosten verschiedener Honigsorten nicht zu kurz. Doch auch die anderen Produkte der Biene lernten die Kinder kennen und durften eine kleine Probe von frisch hergestellter Bienenwachssalbe mit nachhause nehmen. Auf der Wildblumenwiese im Schulgarten gab es viele nektarreiche Pflanzen zu entdecken, die für die Ernährung der Biene besonders wichtig sind. Gern ließen sich die Schüler dazu anregen, auch Blumen zu säen, was mit selbst hergestellten Samenbomben besonders viel Spaß machte. In Handarbeit wurden die zahlreichen Aktivitäten noch ergänzt. Hier durften die Kinder Kerzen drehen, Löcher für Wildbienen in Holzscheitel bohren oder Insektenhotels in Form von Sonnenblumen herstellen, die demnächst den Schulhof zieren werden. Auch im sonstigen Unterricht, ob Sachkunde, Mathematik, Deutsch, Musik oder Kunst, drehte sich alles um die Biene.IMG_0130

Davon konnten sich auch Herr Bernauer und Herr Unterhauser vom  Landratsamt bei einem Besuch überzeugen. Auch der Landkreis hat 2016 zum „Jahr der Biene“ ausgerufen, um auf ihre Wichtigkeit für Mensch und Natur hinzuweisen. Die Biene stellt für uns nicht nur verschiedene Produkte in aufwendiger Arbeit her, sondern wir verdanken ihrer Bestäubungsleistung auch ca. 80 % unserer Lebensmittel. Deshalb hat es sich gelohnt, sich eine Woche lang diesem faszinierenden Wesen zu widmen und die Kinder dafür zu begeistern.

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